Zehn Jahre Seniorenzentrum Im Brühl

Bewohner, Angehörige, Ehrenamtliche, Pfleger, Kinder, Jugendliche sowie Vertreter der Gemeinde und der Kirchen haben diesen Geburtstag am Dienstagnachmittag in

der Erich-Fischer-Halle gefeiert.

- Neckarquelle -  Beitrag von Eric Zerm

 

Aldingen. Die Tische sind in einem großzügigen Halbkreis aufgestellt, sodass es auch genügend Platz für Rollstuhlfahrer gibt. Schüler der achten Klasse der Gemeinschaftsschule servieren den Gästen Kuchen und Kaffee, und zur Unterhaltung spielen das Schulorchester und ein Bläserensemble. So wird die Geburtstagsfeier zu einem regelrechten Treffen der Generationen.

Zu den Festrednern gehört auch der ehemalige Bürgermeister Reinhard Lindner. Gemeinsam mit dem damaligen Gemeinderat von Aldingen hat Lindner vor mehr als zehn Jahren der Entstehung des Seniorenzentrums den Weg geebnet. Er nimmt die Gelegenheit wahr, um an diese Entstehungszeit zu erinnern. Beim Besuch von vielen Jubilaren habe er in der Zeit vor dem Februar 2006 die Sorge wegen einer großen Ungewissheit verspürt. „Was soll nur werden, wenn ich nicht mehr zu Hause wohnen kann?“ hätten sich damals viele Senioren gefragt. Lindner: „Da war der große Wunsch danach zu spüren, auch den Lebensabend in Aldingen verbringen zu können.“ Der damalige Kreisaltenplan sah in der Gemeinde allerdings keine Einrichtung vor. Er konzentrierte sich im Westen des Landkreises Tuttlingen auf die Städte Spaichingen und Trossingen. „Plötzlich kam aber Bewegung in die Sache, als auch in Wehingen eine solche Einrichtung gebaut wurde.“ Daraufhin habe sich dann auch ein privater Investor davon überzeugen lassen, dass es sich lohnen könnte, in Aldingen eine Einrichtung für Senioren zu bauen. „Die Gemeinde hatte damals das große Glück, dass wir ein Gelände in der Ortsmitte erwerben konnten.“ So konnte Aldingen dem Investor ein attraktives Grundstück anbieten und holte mit dem diakonischen Verein „Die Zieglerschen“ auch einen möglichen Betreiber mit ins Boot. „Und jetzt wissen die Menschen, dass ihnen hier in Aldingen geholfen werden kann, wenn sie Hilfe benötigen.“

Bürgermeister Ralf Fahrländer lobt den Geist des Miteinanders, der auch bei der Geburtstagsfeier zu spüren sei. „Die Grundstimmung ist hier in Aldingen etwas ganz Besonderes.“ Im Seniorenzentrum habe sich in den vergangenen zehn Jahren sehr viel getan. „Das Angebot wurde ständig erweitert, verändert und verbessert.“ Dafür bringen sich sowohl das Personal als auch die vielen ehrenamtlichen Helfer ein, und der Förderkreis trage dazu bei, dass das Seniorenzentrum mit seinen Bewohnern gut in Aldingen integriert sei.

Zur Integration in Aldingen tragen auch verschiedene Kooperationen des Seniorenzentrums bei, zum Beispiel mit der Gemeinschaftsschule und mit den örtlichen Kindergärten. Diese werden beim Geburtstagsfest durch verschiedene Programmpunkte und auch durch viele Schautafeln deutlich.

Pfarrer Ulrich Dewitz lobt in seiner Kurzandacht die angenehme Atmosphäre im Seniorenzentrum. „Pflege ist manchmal richtig schwer, aber sie kann auch einen leichten Unterton haben.“ Diesen leichten Unterton spüre er jedes Mal, wenn er ins Seniorenzentrum komme. „Da wird auch mal gelacht und mit dem Bewohnern gescherzt.“

Pastoralreferent Peter Berner spricht vor dem Kaffee das Tischgebet, und dann wird auch die „Zieglersche“-Geburtstagstorte angeschnitten.

 

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