Alt und Jung „Miteinander in Aktion“ 2013

Projektwoche MIA 11.2013
„Miteinander in Aktion“  waren 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der Werkrealschule Aldingen und die Bewohner des Seniorenzentrums Aldingen. Im Rahmen der Projektwoche setzen sie diese im letzten Jahr ins Leben gerufene Kooperation fort.
Unter der Leitung von Karin Korb begann die Woche damit, die Schüler für das Thema „Alter“ zu sensibilisieren; angefangen mit der spannenden Frage, ab wann man eigentlich alt ist. Mit praktischen Übungen erfuhren die Schüler, wie es sich anfühlt, wenn Sinne und Motorik eingeschränkt sind. Sie trainierten beispielsweise ihren Tastsinn, verabreichten sich gegenseitig etwas zu Essen und machten die Erfahrung, was es heißt, nichts mehr zu sehen. Auch der Umgang mit dem Rollstuhl wurde geübt. Bis zur Schule und zurück schieben und geschoben werden machte den Schülern großen Spaß, stellte jedoch auch die Nerven der Begleitpersonen auf die Probe.
Die Schüler dachten sich außerdem in ihre eigen und in die Erfahrungswelt der Senioren ein.  Welche Alltagsgegenstände waren früher typisch? Welche heute? Kennt jeder alles?Projekt MIA 11.2013
Und dann war es so weit. Mit ein paar kleinen Tipps zu Begrüßung und Umgang durften die Schüler dann am Dienstag und Donnerstag die Bewohner zum gemeinsamen Basteln im Café des Seniorenzentrums abholen. Erste Berührungsängste waren schnell verflogen und es wurde den ganzen Vormittag hoch konzentriert und mit viel Spaß an den diesjährigen Weihnachtskarten gebastelt. Um den Kontakt persönlicher zu gestalten und eine Beziehung zum anderen aufbauen zu können, wurde die  Klasse zum Basteln in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Gruppen waren im Wechsel jeweils einen Tag im Seniorenzentrum und den anderen in der Schule. Auch dort wurde dann fleißig gearbeitet. Die Schüler stellten Weihnachtsgeschenke für die Senioren her, die sie ihnen an der Weihnachtsfeier des Seniorenzentrums überreichen werden. Was das sein wird, wird natürlich noch nicht verraten.
Den Höhepunkt der Woche stellte der Hallensporttag „Fit bis ins hohe Alter“  am Mittwoch dar. Wie im letzten Jahr wurde der immer mittwochs stattfindende Sporttag der Senioren in die Erich-Fischer-Halle verlegt. Ein spannender Tag für alle! 14 Senioren wurden morgens von den Schülern in kleinen Gruppen abgeholt und im Rollstuhl zur Halle gebracht.Projektwoche MIA 11.2013 Vom Übermut bei der Übung am Montag war nun aber keine Spur mehr zu sehen. Ganz automatisch verhielten sich die Schüler absolut rücksichtsvoll und führsorglich und ließen ihre „Schützlinge“ nicht mehr aus den Augen. Jede der 6 Gruppen wurde außerdem von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter begleitet, der die Senioren gut kennt. Auch in der Halle blieben die Gruppen zusammen, sodass sich alle sicher und wohl fühlen konnten.
Aufgewärmt durch verschiedene Begrüßungsarten und einem Tänzchen – bei dem auch im Rollstuhl die Hüften wackelten - durchliefen die Gruppen verschiedene Stationen. Schnell machte sich eine fröhliche Stimmung breit. Es wurde gekegelt, im Slalom laufend oder fahrend Fische geangelt, Bälle und Säckchen auf verschiedene Ziele geworfen und in einer Fühlkiste hochkonzentriert die Gegenstände erraten. Ein „für so was bin ich zu alt“ war nie zu hören. Im Gegenteil! Lob und Hilfestellung der Schüler sorgten für strahlende Gesichter und animierten die Senioren zum aktiven Mitmachen, bei dem das Alter zur Nebensache wurde.
Eine Siegerehrung durfte natürlich auch nicht fehlen.  Alle Senioren bekamen für ihre aktive Teilnahme feierlich eine persönliche Urkunde und ein einen schwebenden Ballon überreicht. Ein schönes Bild bot im Anschluss der bunte Tross auf dem Weg zurück zum Seniorenzentrum. Dort angekommen waren alle Beteiligten ziemlich geschafft, aber auch sehr zufrieden.Projekt MIA 11.2013
Den Abschluss der Projektwoche bildete eine kleine Putzaktion. Die Schüler putzten eine große Zahl von Stühlen im Haus und bekamen dadurch auch einen kleinen Einblick in das, was sonst so alles im Seniorenzentrum geleistet werden muss.
Beim gemeinsamen Rückblick auf die Woche zeigten sich die Schüler begeistert. Sie fanden die Woche zu kurz und würden jederzeit wieder kommen. Sie dankten Karin Korb für eine tolle Woche und überreichten zwei Plakate mit vielen Bildern als Erinnerung an die Projektwoche.
Von Schülern, Senioren und allen Projektbeteiligten gab es nur positive Rückmeldungen zum Projekt. Die Schüler schätzen die Verantwortung, die sie übernehmen dürfen. Berührungsängste werden abgebaut und Schüler wie Senioren erkennen, dass sie wichtig sind und geschätzt werden.
Im Rahmen der Ganztagesbetreuung sind auch außerhalb von Projektwochen das ganze Jahr über Schüler bereits jetzt regelmäßig im Seniorenzentrum.
Eine Kooperation von Schule und Seniorenzentrum soll in der Zukunft fest integriert werden. Beginnend ab Klasse 7 sollen die Schüler zunächst eine ganze Woche, in den höheren Klassen dann in Form kleinerer Projekte, „Miteinander in Aktion“ bleiben.

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